Ein kleines Juwel in Dagro: Berglauf zum Sass Malt Ristoro

Hitze, Sonne, schwere Beine und ein steiler Bergweg führen uns über 1000 Höhenmeter hinauf zum idyllisch gelegenen Sass Malt Ristoro in Dagro.

Es gibt solche Tage und es gibt solche Tage (habt ihr den Unterschied in der Betonung gehört? 😉). Heute ist ein solcher Tag. Das heisst: wir haben beide keine richtige Lust, etwas Grösseres zu unternehmen. Da kommen die brütend heissen Temperaturen gerade recht, um als Ausrede zu dienen und “nur” einen kleineren Berglauf auf der gegenüberliegenden Talseite zu planen. 

Weinberge und sinkende Lauf-Motivation

Ein kleines Stückchen hinter Malvaglia, an der Talstation der Seilbahn hinauf nach Dagro, parken wir das Auto und starten zu Fuss zu unserem knapp 1000 Höhenmeter langen Aufstieg. Anfangs geht es in der sengenden Sonne durch malerische Gassen und zwischen uralten Steinhäusern entlang. Bald erreichen wir aber glücklicherweise den schattenspendenden Wald. Der grösste Teil des nun folgenden Anstiegs verläuft auf einem kleinen, steilen Wanderweg und führt uns im steten Zickzack nach oben. 

Von unserem ursprünglichen Plan, eine lockere Jogging-Einheit aus diesem Anstieg zu machen, ist nicht allzu viel übrig geblieben. Es ist zu warm und zu steil, um für einen wirklichen Laufstil nicht ein hochintensives Training durchführen zu müssen. Also verlegen wir uns auf ein zügiges Wandertempo. Das fühlt sich heute irgendwie eher angemessen an.

Plätschernde Brunnen lindern den Durst

Nach rund einer Viertelstunde verlassen wir den Wald noch mal kurz, um durch ein paar kleine Weinberge bei Rurett hindurch zu laufen. Dann verschluckt uns wieder der dichte Laubwald und wir schnaufen gedankenversunken weiter hinauf. Bei Groce, nicht viel mehr als drei wunderschöne, hoch über dem Tal gelegene Gebäude, plätschert ein verlockender Brunnen. Eine wirklich willkommene Abwechslung an so einem heissen Tag wie heute. Also Wasser in den Nacken und auf den Kopf, einen Schluck getrunken und dann geht es weiter. 

Auf rund 1250 m Höhe verlassen wir dann abrupt den Wald und können nun langsam das Ziel sehen: eine Gruppe von kleinen, typischen Tessiner Häusern, die sich an den steilen Berghang schmiegt. Rund 1000 m über dem Bleniotal liegt dieser kleine Weiler idyllisch in der Sonne. Über eine kleine Fahrstrasse lässt er sich aber für die Anwohner sogar mit entsprechenden Fahrzeugen vom Val Malvaglia her erreichen. 

Lounge-Feeling hoch über dem Bleniotal

Wir erreichen hingegen zu Fuss nun diese “Strasse” und folgen ihr, einem älteren Ehepaar und einem Hund die letzte Kehre hinauf bis zum kleinen Restaurant Sass Malt Ristoro. Hier endet auch die Seilbahn, neben der wir im Tal unten das Auto stehen gelassen haben. Wo man an vielen Bergstationen oftmals nur Schnitzel, Pommes und Cola bekommt und in einem mehr oder weniger gemütlichen Ambiente auf Plastikstühlen Platz nimmt, erwarten uns hier gemütliche Sessel, Sofas und ein herrlicher Ausblick über das sonnige Tal. Wider unserem normalen Drang, nicht in irgendwelche Restaurants einzukehren, während wir Sport machen (hinterher sind wir dann oft so verpennt und kommen nicht mehr richtig auf Fahrt) machen wir hier eine Ausnahme und nehmen in zwei Lounge-Sesseln Platz. Kurz darauf geniessen wir kalte Getränke und eine chillige Stimmung, die man so hier überhaupt nicht erwartet hätte. Wirklich sehr cool! :-) 

Irgendwann müssen wir dann aber leider trotzdem wieder den Rückweg antreten und nehmen den selben Weg hinunter ins Tal. Runter geht es ja bekanntermassen meistens einfacher als hinauf (zumindest auf einem Wanderweg) und so verlieren wir schnell an Höhe und gewinnen an Temperaturen. Die pendelt sich in der Nähe des Talbodens zügig wieder bei unangenehmen 30° C und mehr. Noch ein kleiner Schluck aus dem Brunnen, ein paar weiter Höhenmeter Abstieg und dann sind wir wieder in Malvaglia. Kurz darauf erreichen wir unser Auto und machen uns auf den Rückweg zu unserer Ferienwohnung in Leontica

Details zur Tour

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Füssener Jöchle

Wellness muss man sich verdienen. Zumindest vertreten wir diese Meinung und starten den Tag mit einer Skitour auf das Füssener Jöchle im Tannheimer Tal, inklusive Beschuss aus diversen Schneekanonen. 

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