Auf die Ybriger Paradegipfel Druesberg und Forstberg

#storySchnee

Noch einmal geht es heute mit Fabian auf Skitour, diesmal aber mit ein bisschen Ausschlafen. Um 8 Uhr holt er mich daheim ab und wir fahren die kurze Strecke nach Weglosen hinter, wo wir das Auto abstellen. Von dort aus geht es mit einer Horde anderer Skitourengänger los Richtung Druesberghütte. Ein kurzer Steilhang wird direkt überwunden, der Schnee hat eine grausig Konsistenz und ist bockhart, dafür ist die Lawinengefahr gleich null. Dann erreicht man direkt wieder die Forststrasse Richtung Hütte, auf der man sehr entspannt einige hundert Meter dahinlatschen kann. Wir biegen dann bald rechts ab und halten direkt auf eine kleine Alphütte zu, von der aus es mehr oder weniger direkt in Richtung der Lücke zwischen Druesberg und Forstberg geht.

Heute ist der steile Hang eine recht entspannte Sache, es gibt ohnehin schon eine gute Spur, der Schnee trägt gut und wir sind recht schnell oben in der Lücke. Da es praktischer ist und wir anschliessend noch mit Fellen an den Ski direkt weiter auf den Forstberg gehen können, entscheiden wir uns, den Fussaufstieg auf den Druesberg zuerst zu machen und die Ski im Sattel stecken zu lassen.

Steigeisen und Eispickel haben wir vorsichtshalber mal mitgenommen, aber es geht sehr gut ohne das Zeug, zumal es ohnehin schon eine gute Trittspur gibt. Vom Sattel weg sind es gerade mal noch 180 Hm und wir sind schnell oben am etwas windschiefen Gipfelkreuz des Druesbergs. Die Aussicht und das Wetter sind perfekt, den Nebel haben wir weit unter uns gelassen. Es herrscht eine (eigentlich für den Herbst typische) Inversionswetterlage, wo im Flachland alles unter einer dichten Nebelsuppe liegt und in den Bergen bestes Wetter mit Sonne und eher milden Temperaturen herrscht. Nach einigen Minuten steigen wir wieder ab in die Scharte, rutschen einige Meter hinunter und machen uns dann auf den Weg, die hundert Höhenmeter zum Forstberg in Angriff zu nehmen.

Wenige Minuten später stehen wir auf dem zweiten Gipfel, die Aussicht ist zwar nicht gross anders, aber trotzdem wieder schön. Die anderen Tourengänger sind entweder schon wieder abgefahren oder einige wenige sind jetzt auf dem Weg zum Druesberg, somit haben wir beide Gipfel jeweils für uns alleine, das ist recht angenehm. Allzu lange halten wir uns aber hier auch nicht auf, Felle weg und dann gehts in die Anfangs recht steile Abfahrt hinunter. Der Schnee ist recht schwierig zu fahren, harschig und zerfahren, aber das muss auch gehen. Weiter unten wird es dann auch deutlich besser, die Wärme hat die oberflächlich gefrorene Schicht etwas angetaut und der Schnee hat schon fast die Konsistenz von Firn, der dann doch angenehm zu fahren ist.

Am Schluss erreichen wir die Piste der Talabfahrt vom Skigebiet Hoch Ybrig, die mehr braun als weiss ist. Aber es sind auch nur noch einige wenige Meter wieder retour zum Parkplatz, da ist das nicht so schlimm.

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