Wildspitz

Schnee

Heute steht nur ein kleiner “Sonntagsausflug” an – mit Fabian und seiner Freundin Claudia treffen wir uns um acht in der Nähe von Steinerberg. Wir wollen die immensen Neuschneemengen nutzen und sie bei einer gemütlichen Tour auf den Wildspitz in der Abfahrt geniessen.

Die Parkplatzsituation gestaltet sich noch etwas mühsam, aber dann sind alle Kisten versorgt und wir können über leicht geneigte Wiesen Richtung Gipfel starten. Insgesamt müssen wir rund 1000 Hm Aufstieg hinter uns bringen. Wir legen ein gemütliches Tempo vor und können so trotz der saukalten Temperaturen von -17° die jetzt scheinende Sonne geniessen. War gestern noch wettertechnisch die Hölle los, ist heute strahlend blauer Himmel und nach einer kalten Nacht entsprechend Rauhreif auf der Schneedecke, so dass alles herrlich glitzert.

An so einem Tag und Sonntag und bei den Schneebedingungen (insgesamt hat es sicher gut 60-70 cm Neuschnee allererster Qualität) ist man hier natürlich nicht alleine unterwegs. So treffen wir auf einige andere Türeler, durch unseren frühen Aufbruch hält es sich aber (noch) in Grenzen. Aber wir sind ja auch nicht hier, um völlig einsam eine Tour zu machen, sondern um zusammen gemütlich unterwegs zu sein.

Kurz vor dem Gipfel legen wir noch eine kurze Trinkpause ein. Eine Frau, die uns kurz vorher überholt hat, ist fast oben – ob es mir noch reicht, sie wieder “einzufangen”? Spielkind Falko legt die letzten hundert Höhenmeter ein Irrsinnstempo vor, aber auch wenn alles zu flimmern anfängt und die Lunge fast explodiert, ist es schon zu spät und ich muss meinen persönlichen Wettkampf verlieren (war auch fast vorhersehbar). Also habe ich nun Zeit, von oben noch ein paar Fotos zu machen, bevor wir alle zusammen auf die flache Gipfelkuppe steigen. Blauer Himmel soweit das Auge reicht, unten sieht man weitere Scharen von Skitourengängern, die sich dem Gipfel nähern.

Wir kehren jetzt noch in das Gipfelgasthaus ein und gönnen uns ein Stück Kuchen und etwas zu Trinken (ich hatte erst ein Stück Rüblitorte ohne Rübli, das hab ich dann aber noch schnell getauscht in eines mit Marzipanrübli, hihi …). Nach dem Aufwärmen geht es dann erst ein Stückchen nach Osten einen Ziehweg entlang, wo wir im Aufstieg noch einen unverspurten Hang gesehen haben. Dann starten wir in die Abfahrt, Schwung um Schwung geht es im stiebenden Powpow wieder zurück Richtung Tal.

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