Hohenrätien

Heute ist Karfreitag. Das bedeutet, dass sehr viele Leute frei haben und dementsprechend viel los sein wird – wo auch immer. Falko und ich entscheiden uns für einen Ausflug nach Graubünden, zur Burg Hohenrätien am Eingang der Viamala Schlucht. Mit dem Auto gehts die Autobahn entlang: Landquart, Chur, Bonaduz – Stau. Schnell drehen wir auf der hier zweispurigen Autostrasse um und nehmen die Landstrasse über Rhäzüns und Cazis bis nach Thusis. Dort fahren wir noch ein paar Meter und befinden uns schon in Sils, am alten Bahngebäude.

Überraschend leer ist der Parkplatz, nur ein weiteres Auto. Herrlich. Wir laufen auf dem Forstweg los und geniessen einfach die Ruhe. Falko kommt sich eher vor wie ein Frührentner, da diese Art der Freizeitbeschäftigung nicht so seinen sportlich ambitionierten Vorstellungen entspricht – aber mir gefällts. Überall am Rand blühen Leberblümchen in Lila und sogar in Weiss. Und neben ein paar Krokussen finden sich auch noch die ersten Pestwurze, die ihre Köpfe aus der Erde stecken.

Schon bald kommen wir an der Burg Hohenrätien vorbei, die auf einem kleinen nebenstehenden Hügel trohnt. Wir betrachten die Ruinen und Gebäude aber nur aus der Ferne und gehen unsers Weges. Um die Mittagszeit, also nach ca. 20 Gehminuten machen wir eine Pause an einem Abgrund über der Viamala Schlucht. Von unserem Picknick Platz aus können wir tief in die Schlucht blicken in der sich der Hinterrhein tief eingegraben hat und die Strasse Richtung Andeer und Splügenpass verläuft.

Nach Käse und Brot beschliessen wir eine kleine Runde über die Carschenna, einer kleinen Hochebene mit eine paar Alpen, zu laufen. Auf der breiten Forststrasse begegen wir noch einem einsamen Wanderer, bevor wir nach der offenen Alpfläche wieder in den Wald eintauchen. Diesmal aber auf einem schmalen Wanderweg. Bei unserem Abstieg Richtung Ausgangspunkt in Sils finden wir noch einen wunderschönen Kletterfelsen mit eindrücklich verspülten und abgewaschenen Felsformationen.

Bei unserem Rückweg sammeln wir noch wie die kleinen Kinder ein paar Stöcke zum mit nach Hause nehmen und freuen uns über einen kleinen Ausflug, mit ganz viel Ruhe.

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