Redertengrat/Rinderweid

#storySchnee

Das lange Osterwochenende ermöglicht es mir, trotz anstehender Prüfung mit Falko eine kleine Tour zu unternehmen. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir mit dem Skiern auf dem Dach ins Wägital. Am Seeende parken wir und laufen von dort aus Richtung Redertengrat los.

Jeder geht sein Tempo und so verlieren wir uns bald aus den Augen. Aber wir haben uns verabredet, dass wir uns auf jeden Fall in der Abfahrt an den Ställen der Rinderweid wieder treffen werden. Falko macht also Konditionstraining und ich lass die Sache eher gemütlich angehen. Hier unten ist die Sicht noch recht gut und die Spur recht ausgetrampelt. Alleine unterwegs sein also für mich auch kein Problem.

Nicht weit oberhalb der Rinderweid fängt der richtig dicke Nebel an. Ich steige noch einige Höhenmeter auf. Kurz nachdem ich die Lufthütte passiert habe wird es mir allerdings zu undurchsichtig. Auch der Tourengeher, der mich kurz vor der Rinderweid überholt hat und einige Meter vor mir war, ist im Nebelmeer untergegangen. Ich fühle mich recht unwohl, da ich das Gelände weiter oben auch nicht sehr gut kenne und nur einmal vorher dort gewesen bin. Also felle ich an dieser Stelle ab und fahre die kurze Strecke zu den Ställen ab. Ich suche mir ein möglichst geschütztes Plätzchen am Stalleingang und mache es mir gemütlich, während ich auf Falko warte. Hin und wieder kommen ein paar andere Tourengänger in der Abfahrt vorbei, alles in allem habe ich aber eine ruhig Zeit, ohne Lärm – und ohne Aussicht … Obwohl ich eine Stunde warte, wird mir erstaunlicher Weise nicht wirklich kalt und irgendwie ist es beruhigend einfach mal nichts zu tun zu haben, ins weisse Nichts zu starren und über Gott und die Welt nachzudenken.

Dann taucht ein ganz knalligfarbenes Männlein auf – Falko in gelber Hose und mit rotem Helm. Schnell sind meine Ski wieder angeschnallt und wir machen uns an die Abfahrt. Leider ist der Neuschnee recht warm geworden und somit auch schwer. Die Abfahrt gelingt aber dennoch ganz gut und nach ein paar kleinen Fahrtipps von Falko zieh auch ich die letzten Kurven, bis wir kurz darauf wieder am Auto angelangen.

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