Via Ferrata d’Evolène Region

#storyFels

Eigentlich hatten wir für heute eine Klettertour geplant. Aber das dazu nötige Aufstehen um 5 Uhr in der Früh hat uns leider daran gehindert. Eingemummelt in die gemütlichen Daunenschlafsäcke und umhüllt von unserem Zelt hätten uns keine zehn Pferde an diesem Morgen aus den Federn gebracht. Um den Tag allerdings nicht ganz „faul“ verstreichen zu lassen, fahren wir nach unserem Freiluftfrühstück auf dem Campingplatz Arolla nach Evolène, um dort den Klettersteig „Via Ferrata d’Evolène Region“ zu machen.

Vom Parkplatz ist es nur ungefähr eine Viertelstunde bis zum Einstieg, wo wir Gurte, Helme und Klettersteigsets anlegen. Zum Glück hat mich Falko am Auto daran erinnert, Handschuhe mitzunehmen. Für den Klettersteig benutze ich meine gummierten Gartenhandschuhe – ca. zehn mal günstiger als Klettersteighandschuhe aus dem Sportgeschäft und mindestens genau so rutschfest. Perfekt.

Gleich nach dem Einstieg geht’s streng zur Sache und steil die Wand hoch. Man steig jedoch alles an Eisenstiften und -bügeln und muss so gut wie nie in den Fels greifen. Es ist anstrengen, aber durch das viele Eisen technisch nicht so schwierig. Wir kommen an die erste etwas überhängende Stelle, die dann aber nach zwei bis drei Griffen und Tritten überwunden ist. Anschliessend geht es eine kleine, wacklige Leiter hinauf. Dort hat man die Möglichkeit auszusteigen. Wir gehen allerdings weiter.

Nun folgt eine etwas längere Querung in leichtem Gelände auf einem Grasband, bevor es wieder in den Fels geht. Auch dort wird noch etwas gequert und dann geht es wieder steil in die Wand. Nach einem letzten Überhang erreichen wir bald ein Gitternetz, das über brüchigen Fels gespannt ist und über das man zum Ausstieg klettert. Geschafft!

Nach weiteren zwei Minuten gelangen wir zu einem Picknickplatz, wo wir unsere Sachen wieder im Rucksack verstauen und uns nach einer ausgiebigen Mittagspause in der Sonne an den Abstieg nach Evolène machen. Mir tun meine Oberarme vom kräftigen und vor allem ungewohnten Ziehen und Festhalten weh, aber immerhin bleibt ja noch genügend Zeit zum Ausruhen an diesem Tag.

Möchtest du diese Story teilen?
Vorheriger Beitrag
Pigne d’Arolla
Nächster Beitrag
Petite Dent de Veisivi

Ähnliche Stories

Menü