Aggenstein

Nach zwei Tagen im Leutaschtal geht für uns die Reise weiter ins Tannheimer Tal. Samstag Nachmittag kommen wir an und treffen bald auf den Rest der Familie: Mama, Papa, Benni und Katja mit mittlerweile dickem Babybauch. Nach einem gemütlichen Samstag wollen wir den Sonntag etwas sportlicher gestalten.

Nach dem Frühstück verabschieden wir Katja und Benni, die schon jetzt nach Hause fahren, bevor es auch für uns los geht. Mama chauffiert uns zum Parkplatz der Bad Kissinger Hütte, wo für Papa, Falko und mich der Aufstieg zum Aggenstein beginnt. Mama will zum Parkplatz der Füssener Jöchl Bahn fahren und von dort zur Sonnenalm an der Gipfelstation aufsteigen, dort wollen wir uns am Nachmittag treffen. Fast geht dieses Vorhaben jedoch schon zu Beginn in die Hose, da Papa den Autoschlüssel eingesteckt hat und Mama dies gerade so noch bemerkt, bevor wir ausser Reichweite gekommen sind. Da hätte sie dann unfreiwilliger Weise eine Wanderung vom Parkplatz aus starten müssen.

Nachdem die Schlüsselübergabe erledigt ist, laufen wir Richtung Aggenstein. Zwischen den Kehren der Fahrstrasse schlängelt sich ein schöner, etwas ausgewaschener Wanderweg empor. Im Schatten ist es noch kühl, aber an den sonnigen Stellen wärmt die Sonne doch schon ganz gut. Erst kurz vor der Bad Kissinger Hütte verlassen wir den Wald und folgen den restlichen Höhenmetern dem Wanderweg über verblühte Wiesen. An der Hütte wandern wir zügig vorbei und nehmen den Endanstieg in Angriff. Kurz vor dem Gipfel ist der Felsaufschwung mit Drahtseilen versichert und mit ein paar mal kräftig Zupacken stehen wir ein paar Minuten später auf dem Gipfel des Aggenstein. Gerade rechtzeitig, um noch etwas Aussicht zu geniessen, denn von Südosten her wabert eine dicke Wolkenfront zu uns herüber. In den nächsten Minuten bekommen wir, während unserer Schoko-Keks & Milky Way Pause, ein eindrückliches Aussicht-Wolken Schauspiel geliefert.

Da die (Aus-)Sicht aber nicht mehr besser wird, beschliessen wir, vom Gipfel abzusteigen und unseren Weiterweg Richtung Füssener Jöchl anzutreten. An der Bad Kissinger Hütte steigen wir also nicht zum Tal ab, sondern wandern weiter nach Osten, unterhalb des Brentenjochs zur Seebenalpe. Von dort führt uns der Gräner Höhenweg über den Sefensattel (inklusive eines kleinen Schlussanstiegs) im mittlerweile dichten Nebel zur Bergstation der Füssener Jöchl Bahn. Seit einiger Zeit können wir zwar schon die Gondelbahn hören, wie die Kabinen in die Station einfahren und das Summen der Motoren, aber der Nebel ist so dicht, dass wir wirklich erst ca. 20 m vor der Station diese dann wie aus dem Nichts aus dem Nebel auftauchen sehen.

Vor der Sonnenalm toben wir uns noch an der sehr praktischen Schuhputz-Station aus, um uns dann drinnen im Warmen ein leckeres (spätes) Mittagessen zu gönnen.

Falko und Papa sind “tapfer”, trotzen dem Nebeln und machen den Abstieg bis zur Talstation noch zu Fuss. Mama und ich sind an diesem Nachmittag etwas gemütlicher unterwegs und schweben mit der Gondel ins Tal.

Details zur Tour

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Piz Palü Ostgipfel

Geplant war der Ostpfeiler, dann die Überschreitung, am Schluss wurde es “nur” der Ostgipfel. Wetter und Wind machen uns einen Strich durch die Rechnung.

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