Klettern im Klettergarten Schollberg bei Sargans

#storyFels

Ein Montag im November, trockene Verhältnisse, Sonnenschein und 6°C – was tun wir also? Wir wollen im Klettergarten Schollberg klettern gehen. Also packen wir nach einem gemütlichen Frühstück unser Klettergeraffel ins Auto, inkl. warmer Jacken, Mützen und Handschuhe und fahren Richtung Sargans. Bei Trübbach gehts von der Autobahn und zwei Minuten später stehen wir schon am Parkplatz. Das Klettergebiet Schollberg liegt an einem Übungsschiessplatz bei Sargans und  erstreckt sich insgesamt über drei Sektoren: Schollberg, Atscha und Maziferchopf. Wir bleiben im Schollberg, da wir heute die einzigen Kletterer sind. Bei viel Andrang wäre somit aber noch ein Ausweichen möglich.

Ganze zwei Minuten „Zustieg“ haben wir von hier noch zu Klettergarten – einmal um die nächste Ecke, bevor wir dann loslegen können (also definitiv sportkletter-freundlich ). Erst einmal packen wir uns aber warm ein. So schön der Föhn sich hier austobt, die Luft trocknet und die Nebelbänke, die uns von Zürich bis zum Walensee noch umschlossen haben, auflöst, so kalt bläst er uns hier um die Ohren. Aber das kann uns heute nicht abhalten.

Falko fängt an und ich sicher erst mal. Von unten sieht der Fels schön strukturiert aus. Als Falko allerdings in die Route ‚School‘ einsteigt merkt er gleich, dass der Fels hier ziemlich fies schräg nach unten geschichtet ist und die vermeintlich von unten griffigen Stellen gar nicht so benutzerfreundlich sind. Trotzdem klettert er die vier Routen (School, Babyland, Sexy Rexy und Speedy) richtig gut. Bei Speedy versuche auch ich mein Glück im Nachstieg, aber nachdem ich gerade mal wenige Zentimeter vom Boden entfernt bin, scheitere ich am nächsten Zug.

Also beschliessen wir für mich etwas von den einfacheren Routen zu klettern. Zuerst steigt Falko für mich die Route ‚Street Parade‘ vor und danach ‚Balu‘. Im Toprope klappen die beiden Routen ganz gut. Für den Vorstieg fehlt mir aber leider (mal wieder) das Selbstvertrauen …

Mittlerweile ist es schon nach 13 Uhr und unsere Mägen knurren. Weil wir langsam etwas auskühlen (vor allem der jeweils Sichernde) und wir nicht im Wind essen wollen, packen wir unser Hab und Gut wieder in die Klettertonne und verlagern unser Mittagessen ins Auto, bevor es dann wieder nach Hause geht.

Schollberg ist ein schönes Klettergebiet mit vielen Routen in diversen Schwierigkeitsgraden (ein Topo kann man hier downloaden). Wir würden es aber nur unter der Woche zu empfehlen, da die Lage direkt am Parkplatz am Wochenende zu viele „Naturliebhaber“-Kletterer anlockt und es dann sehr voll werden kann – ganz im Stil der Galerie bei Amden.

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