Über das Wandli auf’s Laucherenstöckli

Schnee

Heute gibt es eine Entspannungstour, vom Wandli aus (1282 m) starten wir zu unserem 1756 m hohen Gipfel, dem Laucherenstöckli. Nach fünf Minuten Fahrt sind wir schon in der Kehre an der Strasse zum Ibergeregg, schnallen die Ski an und los geht es. Der Winter – oder sollte man eher sagen der Frühling – hat kein Erbarmen mit uns. Fröhlich schlagen uns die milden 5°C in Gesicht, als wir los laufen… Mild, milder, Winter 2013/14… Ein trauriges Spiel.

Unser Aufstieg führt uns immer wieder durch lichten Wald und über dünne Schneedecken. Überall entdeckt man kleine Löcher in der Schneedecke, die verraten, dass es bis zum Untergrund nicht weit ist. Aber schön ist es trotzdem — und ruhig. Im Aufstieg treffen wir gar niemanden und haben die Natur für uns alleine. Wir geniessen diese Stille und watscheln so vor uns hin.

Den “richtigen Gipfel” des Laucherenstöckli besteigen wir gar nicht. Das ist sowieso nur eine kleine Erhebung unter vielen anderen und wir fellen schon kurz vorher ab, an der Stelle, von der aus wir gleich abfahren wollen. Aber erst mal muss mein knurrender Magen gefüllt werden. Schliesslich ist es schon einige Zeit nach Mittag und das Frühstück liegt mehrere Stunden zurück. Behelfsmässig konnten wir nur etwas Toast mit Camenbert einpacken – aber auch das schmeckt nach einem, wenn auch kurzen, Aufstieg köstlich! Danach gibts noch eine süsse Kleinigkeit und einen Schluck Wasser, bevor es ans Felle einpacken, Helm auspacken und Ski anschnallen geht. Für Fotos ist natürlich auch noch Zeit und dann gehts los.

Und nach einem Schwung hörts auch direkt schon wieder auf. Ich hab leichte Probleme mit dem Schnee. Ein Harschdeckel in der ersten “Rinne” fordert all meine Kraft. Danach wird der Schnee nicht besser, die Sicht zum Glück aber schon. Es ist so warm, dass der Schnee pappig und schwer ist. Wenn man, wie Falko, über eine super Skitechnik verfügt, dann sieht die Abfahrt auch bei diesem Schnee gut aus und die Beine tun einem nicht so weh. Wenn man aber ein so talentierter Geländefahrer ist, wie ich einer bin, dann brennen einem schon nach zwei Schwüngen die Oberschenkel und aussehen tut das ganze wie ein Tanz auf rohen Eiern. was durchaus zur Belustigung anderer beitragen kann.

Naja, so suchen wir uns unseren Weg Richtung Tal. Spass macht das Ganze aber trotzdem sehr. Denn es sind wenig Leute unterwegs, endlich mal wieder auf Ski stehen ist auch super und wir machen gemeinsam einen schönen Samstag-Nachmittag-Ausflug. Bis auf den fehlenden Pulverschnee also eine super Tour!

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