Furggelen

Hike'n'Trail

Heute wollen wir nur eine kleine gemütliche Wanderung machen, nicht mit dem Auto fahren und eigentlich nur ein ruhiges Plätzchen finden, um entspannt unsere belegten Brötchen zu essen.

Wir lassen die Autos also in der Garage und starten über Tschalun nach Spätzeren und weiter dem Teersträsschen entlang in Richtung Furggelenstock. Der Weg führt uns in langen Serpentinen zum Surbrunnentobel gegenüber von Oberiberg, zwischen Gschwänd- und Furggelenstock. Zum Laufen ist es hier leider nicht gerade sehr spannend – eben ein kleines Versorgungssträsschen, das zur Surbrunnenhütte (eine Alp) führt.

Wir treffen unterwegs niemanden und können so die Ruhe geniessen. Ab dem Surbrunnentobel wird es interessanter. Dort verlassen wir die Fahrstrasse und biegen Richtung Furggelen ab. Der Weg ist dank der vergangenen Regenfälle matschig und sumpfig. Viele Flächen hier sind Flachmoore oder diesen zumindest sehr ähnlich. Es gibt viel Moos, Schlamm und Wasser, aber dafür auch wunderschöne Pflanzen-Teppiche mit gelb leuchtenden Sumpfdotterblumen.

Kurz vor der Furggelenhütte (die um diese Jahrezeit unter der Woche noch geschlossen hat) verlassen wir den Wanderweg und steigen ein paar Meter einen kleinen Hügel hinauf. Hier oben können wir einen nahezu 360° Rundumblick geniessen – Einsiedeln, die Mythen, Holzegg, Furggelenstock und das Hoch Ybrig schauen uns wolkenverhangen entgegen. Hier ist ein guter Picknickplatz und mit dieser Aussicht schmecken die Brötchen gleich doppelt so gut.

Bald wollen wir aber weiter, da uns kalt wird und ausserdem später Regen angekündigt ist. An der Furggelenhütte vorbei folgen wir den weiss-rot-weissen Markierungen, die uns wieder nach Oberiberg führen sollen. Auch auf diesem Weg kämpfen wir gegen sumpfige Stellen und versinkende Wanderschuhe. Dafür werden wir aber wieder mit der Aussicht auf schöne Pflänzchen belohnt – diesmal sind es einheimische Orchideen, die uns begeistern. Die Ansammlungen von Totholzbäumen mitten in der Flachmoorlandschaft, die wir durchwandern, sehen aus, als würden sie dort nicht hingehören – eine wirklich spannende Gegend.

Nach rund 300 Höhenmetern Abstieg erreichen wir eine Fahrstrasse. Ihr folgen wir den Wüestwaldtobel hinab, durch den der Fallenbach führt. Über eine kleine Brücke können wir diesen überqueren und beim Blick in die Tiefe die schmalen Einschnitte bewundern, die das Wasser in den Fels geschlagen hat.

Letzten Endes erreichen wir die Talstation Laucheren des Skigebietes Hoch Ybrig. Die Parkplätze sind verwaist und über die ganze Wanderung hinweg haben wir niemanden getroffen. Ob das nun am eher schlechten Wetter, am Wochentag oder der schlechten touristischen Infrastruktur von Oberiberg lag, bleibt offen.

Wir hatten jedenfalls eine entspannte Wanderung – und der angesagte Regen war mit fünf Tröpfchen auch noch erträglich.

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