Bike&Hike auf den Roggenstock

Eigentlich wollten Steph und ich … Naja, diese Aussage habe ich in den letzten Wochen oft genug gemacht. Die andauernde Wetterunsicherheit (unter der Woche, aber auch speziell am Wochenende) machen mehrtägige Touren entweder unmöglich oder zumindest schwierig. Langsam schlägt sich das auch etwas auf die Motivation nieder, ausser Rennvelofahren war in der letzten Zeit nicht viel los. Darüber lohnt es sich dann auch nicht wirklich, etwas zu schreiben, denn einen Fotoapparat habe ich da ohnehin nicht mit. Heute setze ich mich dann einfach mal auf mein (saumässig dreckiges) Mountainbike und fahre durch Oberiberg und die steile Alpstrasse hinauf zum Seebli, so wie ich mit Marina vor einiger Zeit mal gefahren bin, als wir die Wanderung zum Druesberg gemacht haben. Oben am Seebli geht dann eine schotterige Forststrasse links weg und führt immer auf einer Höhe am Roggenstock entlang in Richtung Adlerhorst. Bei P. 1484, kurz vor bevor der Weg wegen des Bergsturzes ohnehin gesperrt ist, werfe ich mein Velo hinter ein paar Bäume, wechsle die Schuhe und mache mich nach einer kurzen Pause auf den Weiterweg.

Über den Wanderweg stapfe ich zügig hinauf, bis ich kurz vor dem Gipfel“grat“ des Roggenstocks eine Kuhherde links liegen lasse und über ein Absperrgitter den letzten Teil des Aufstiegs erreiche. Nun geht es noch rund zehn Minuten etwas steiler bergauf, bis ich dann kurz nach 10 Uhr am Gipfel ankomme. Ausser mir ist nur noch ein älteres Ehepaar da und es ist schön ruhig. Ich geniesse einige Minuten die schöne Aussicht, im Westen bewölkt es sich schon immer mehr (heute Abend kommt dann wohl die nächste Front). Unter mir liegt Oberiberg und ich mache noch eine Panoramaaufnahme, bevor ich mich wieder an den Abstieg mache:

Über den gleichen Weg geht’s wieder zurück, nur dass ich dann an dem Übergang auf die Weide vor dem schmalen Kuhgatter stehe und einem behörnten Bullen der Mutterkuh-Herde in die Augen schaue, der mir da den Weg versperrt. Ich warte ein bisschen, aber er hat offenkundig auch Zeit (wen wundert’s) und weicht keinen Millimeter zur Seite. Da ich keine Lust habe, mich mit zehn Zentimetern Abstand an dem Viech vorbei zu zwängen und dahinter ohnehin die ganze Herde dicht an dicht weidet, steige ich nochmals ein paar Meter wieder auf und nehme eine kleine Abkürzung, wo ich mich hinter der Herde hindurch mogeln kann. Da hier oben auch Mutterkuhhaltung betrieben wird, erscheint mir ein gewisser Abstand zur Herde auch angebracht, es kommt doch immer mal wieder zu Unfällen, wenn sich die Kühe bedrängt fühlen. Etwas ausser Sichtweite der Herde erreiche ich dann wieder den Wanderweg und mache mich auf den weiteren Abstieg, der mich relativ zügig wieder auf die Alpstrasse und zu meinem Bike bringt.

Ich schaue mir noch ein bisschen das Gebiet des Bergsturzes an, die Wohnmobil-grossen Blöcke sind schon recht beeindruckend, die jetzt da herum liegen. Dann sattle ich wieder auf Mountainbike-Schuhe  um und fahre wieder zurück zum Seebli, von wo aus es dann steil hinunter nach Oberiberg und wieder nach Hause geht.

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