Allalinhorn

#storyEisFels

Heute haben wir uns das Allalinhorn über den Hohlaubgrat vorgenommen. Um diese Tour als Ein-Tages-Aktion durchzuführen, nehmen wir eine der ersten Gondeln des AlpinExpress und steigen am Felskinn in die Metro um. Unsere  Fahrt geht jedoch nicht – wie für die Normalweg-Aspiranten – bis zum Mittelallalin, sondern endet bereits am Stollenloch, durch welches wir direkt auf den Hohlaubgletscher gelangen. Dort angekommen steigen wir über eine festgefrorene Geröllhalde auf das Eis ab, legen Gurte an und queren als Seilschaft den in diesem Bereich noch flachen Gletscher. Sonne und Wolken zeigen ein unvergessliches Lichtspiel und zusammen mit dem Eis können wir eine wunderbare Natur erleben.

An der gegenüberliegenden Seite steigen wir in einer steilen Flanke auf, überqueren einen Bergschrund und erreichen so schliesslich den Grat, an dem sich unser weiterer Weg entlangzieht. Vor dem Aufstieg zur Steilstufe legen wir eine kleine Z´nüni Pause ein und der Nebel hüllt uns nun völlig ein.

Am Steilaufschwung, einer leichten Kletterei, die die Schlüsselstelle am Hohlaubgrat darstellt, geraten wir allerdings in einen Stau. Am Einstieg in den Kletterbereich macht sich eine 3er-Seilschaft breit und kommt nicht wirklich vom Fleck. Der Vorsteiger braucht lange und vor uns steht noch eine 2er-Seilschaft, die auch darauf warten endlich einsteigen und weiter gehen zu können. Denn ohne Sonne und mit Wind wird es schnell kalt auf dem Grat. Von hinten nähert sich uns ein Bergführer mit Gast, er marschiert zielsicher an uns vorbei, geht bis zum Einstieg durch und zögert keinen Augenblick. Er steigt kurzerhand mit in die Wand ein und kann die langsame 3er-Seilschaft in kurzer Zeit überklettern. Das macht Falko Mut und nachdem der Gast des Bergführers nachgestiegen ist überholen wir die drei auf gleiche Art und Weise und kommen so schnell voran.

Einige Minuten später stehen wir schon auf dem Gipfel des Allalinhorns auf 4027 m ü. M. Ein tolles Gefühl. Die Aussicht beschränkt sich allerdings auf ein paar kurze Lücken im Nebel, aber das Gefühl dort oben zu stehen ist auch ohne grossen, beeindruckenden Rundumblick einfach spitze. Aufgrund des vielen Gedränges machen wir uns aber schnell an den Abstieg über die Normalroute und landen nach wenig Gehzeit und unglaublichen Begegnungen (Leute in Jogginhosen oder ohne Steigeisen …) mitten im Sommerskigebiet von Saas Fee. Die letzten Meter unserer Tour führen also auf der Piste entlang zum Drehrestaurant und sind aufgrund der schnellen Skifahrer wohl fast die gefährlichsten der ganzen Unternehmung.

Beim Mittelallalin angekommen gönnen wir uns einen letzten Blick zurück auf die geschaffte Tour und geniessen heisse Schoggi und leckeren Käsekuchen im Café Coffee im Drehrestaurant, bevor wir mit Metro und AlpinExpress gemütlich ins Tal zurück gleiten.

 

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