Per Rhätischer Bahn und zu Fuss auf den Piz Lagalb

Wieder einmal hüllt sich der Piz Lagalb in Wolken und wir haben nach unserer Wanderung auf den 2959 Meter hohen Gipfel nicht viel von der eigentlich grandiosen Aussicht auf die Gipfel des Bernina-Massivs.

Eine Bahnfahrt, die ist lustig…

Unser Morgen am Zeltplatz in Morteratsch beginnt wie so oft diesen Sommer: es ist kalt und zugig, aber es regnet zumindest mal nicht. Das ist ja schon mal etwas. Wir beginnen unsere Wanderung mit einem Fussmarsch zur Station Morteratsch, wo wir in den Zug der Rhätischen Bahn in Richtung Poschiavo steigen. Spricht man übrigens „Poschkiawo“ aus. Nach einer kurzen Fahrt an den Stationen Bernina Suot und Bernina Diavolezza vorbei erreichen wir die Station Lagalb, wo wir aussteigen und die Strasse überqueren.

Von hier aus starten wir nun unsere Wanderung über grüne Alpweiden. Oberhalb von uns sind ein paar junge Rinder recht nervös und rennen etwas ungestüm umher. Aufgrund der Tatsache, dass wir es hier mal wieder mit Mutterkuhhaltung zu tun haben und die Viecher jetzt mitten auf unserem Wanderweg stehen, machen wir noch mal kurz kehrt und nehmen einen anderen Weg, der uns in einiger Entfernung an der kleinen Herde vorbei führt. Sicher ist sicher.

Nebel, Wind und Wolken

Vor uns sind noch zwei andere Wanderer unterwegs, die ebenfalls auf den Piz Lagalb steigen. Dem Wanderweg und teilweise der Skipiste folgend steigen wir Meter um Meter empor. Die schöne Aussicht auf die umliegenden Berge bleibt uns nebelbedingt leider grösstenteils verborgen. Und wie es sich so gehört – kurz bevor wir nach rund zwei Stunden Aufstieg den höchsten Punkt erreichen, fängt es zum einen an zu Winden und zum anderen hüllen uns nun dichte Wolken ein, die die Sichtweite dann auf wenige Meter ins Graue Nichts beschränken. Das ist an diesem Berg wohl irgendwie Tradition…

Wir verweilen dementsprechend nicht allzu lange am Gipfel und steigen wieder ab zur rund 100 m tiefer gelegenen Bergstation der Seilbahn, die im Sommer aber nicht im Betrieb ist. Ein halbwegs windgeschütztes Plätzchen finden wir dort aber und essen unsere kleine Brotzeit, bevor uns der kalte Wind mit Mütze und Handschuhen bald wieder zur Bewegung zwingt und wir den Abstieg in Angriff nehmen.

Über den gleichen Weg wie im Aufstieg geht es wieder hinunter zum Berninapass, wo wir eine gute Stunde später zeitlich perfekt den nächsten Zug erwischen und wieder retour nach Morteratsch und zum Campingplatz fahren können.

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