Saisonstart am Furggelenstock

#storySchnee

2014 – das wärmste Jahr seit Messbeginn (diese Darstellung hat sich mittlerweile schon wieder überholt und wird es wohl leider auch in den folgenden Jahren tun…). Dementsprechend war der Winter 2013/14 und auch dieser Winter 2014/15 startet erst mal gar nicht. Wir warten lange auf den ersten richtigen Schnee. Nach Weihnachten ist es dann endlich soweit. Über mehrere Tage fallen viele dicke weisse Flocken und hüllen die Landschaft in flauschige Watte.

Doch der Schnee ist ja nicht nur zum Anschauen da, also packen wir unsere Ski und machen uns auf den Weg nach Brunni. Heute geht es nach langer Zeit mal wieder auf den Furggelenstock. Eine leichte Tour, die auch bei viel Schnee (bis auf den Gipfelhang) gut gemacht werden kann, ohne sich in Gefahr zu begeben. Diese Sicherheit rührt daher, dass das Gelände eher flach ist – was aber auch heisst, dass bei sehr viel Schnee der Fahrspass in der Abfahrt leidet. Aber jetzt gehen wir erst mal los!

Am Parkplatz in Brunni sind wir nicht alleine. Alle haben frei und wollen endlich den Schnee geniessen. Im Aufstieg haben wir allerdings meistens unsere Ruhe und so können wir über Wiesen und die Waldschneise gedankenversunken der Spur nachlaufen.

Zum Glück gibt es eine gute Spur, denn es hat so viel geschneit, dass das Spuren keinen Spass machen würde. Ausserhalb der Spur reicht der Schnee locker bis über die Knie, oder auch mal weiter. Wir stapfen also gemütlich den Berg hoch und freuen uns über so viel Winter!

Am Gipfelhang legt Falko noch eine neue Spur, die etwas flacher ist, als die bereits vorhandene, damit es angenehmer zum Gehen ist und dann haben wir es auch schon geschafft. Mit ein paar Schluck Wasser und leckeren Schinken-Käse-Broten „feiern“ wir unseren Aufstieg. Nach der kurzen Pause packen wir Felle ein und unsere Helme aus und schon kann´s losgehen.

Vom Gipfel fahren wir nach Westen Richtung Brunni ab. Der Gipfelhang ist steil und nicht gerade einfach zu fahren. Es liegt einfach so viel lockerer Schnee, dass man kaum vernünftig fahren kann, immer wieder stecken bleibt und dank fehlender Unterlage trotz des vielen Schnees auf dem Untergrund über Steine kratzt. Aber nach einigen holprig-wackligen Schwüngen haben wir das Steilstück hinter uns gelassen und erreichen wieder die Aufstiegsspur.

Hier können wir an Fahrt aufnehmen und in der Spur Richtung Tal gleiten. Bremsen ist nicht nötig – einen Ski kurz aus der Spur in den tiefen Schnee drücken und schon bleibt man fast komplett stehen. So arbeiten wir uns unsere Aufstiegsspur wieder Richtung Tal. An den etwas steileren Stellen sind auch ein paar Schwünge möglich, aber es ist einfach viel Schnee, um schöne Kurven ziehen zu können. Spass macht´s trotzdem, und das ist ja die Hauptsache.

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