Grosser Mythen

Da Marina heute ohnehin etwas später nach Hause kommt, nutze ich die Gelegenheit und mache mich nach dem Arbeiten noch auf nach Brunni, um zum ersten Mal in dieser Saison den Grossen Mythen in Angriff zu nehmen. Mit dem Auto fahre ich zum Parkplatz an der Talstation und starte dann zügig über den Wanderweg. Anfangs über die Alpwiesen, später durch den Wald erreiche ich nach einer Weile die Holzegg, wo im Gegensatz zu manchen anderen Tagen gähnende Leere herrscht. Die Bahn fährt nicht mehr und Wanderer sind zu dieser Tageszeit natürlich auch nicht mehr unterwegs.

Hier biege ich nach rechts ab, trinke kurz etwas aus meinem Trinksystem und mache mich dann an den eigentlichen Aufstieg in Richtung Grossem Mythen. Wie immer strengt es ziemlich an, gefühlt mehr als sonst, hoffen wir mal, dass das am ersten Berglauf der Saison liegt …

Auf den letzten Metern hinauf merke ich dann, dass hinter mir noch ein anderer hinaufkommt, der manche Strecken sogar joggt. Respekt, das könnte ich zumindest momentan definitiv nicht. Auf dem Gipfel mache ich dann erst einmal eine längere Pause, esse und trinke etwas und geniesse die Aussicht in die Tiefe. Die Beine fühlen sich recht matt an, zittern tun sie ja sowieso seit einigen Monaten quasi immer, aber angenehm macht es das hier auch nicht gerade … Auf dem Weg bergab laufe ich mein eigenes Tempo und jogge den grössten Teil, allerdings ging das definitiv schon einmal besser. Ab der Holzegg lasse ich es dann etwas langsamer angehen, da ich das Gefühl habe, sonst die Beine zu überanstrengen (was ich, wie sich morgen herausstellen wird, ohnehin schon getan habe).

Über die teilweise noch recht feuchten Wiesen laufe ich dann noch hinunter, bis ich wieder am Parkplatz angelangt bin und mache mich danach auf den Weg zurück nach Hause.

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