Velo-Service-Runde via Samstagern auf den Etzel

#storyVelo

Marina hat relativ kleine Hände. Ihr Rennvelo hat aber einen relativ grossen Abstand zwischen den Brems-/Schalthebeln und dem Lenker. Also beschliessen wir, dass wir heute mal einen Abstecher nach Samstagern (passt ja, es ist Samstag, HAAAHAAA!!! ) machen, um bei dem Velocenter vorbeizuschauen, wo wir das Rad gekauft haben. Vielleicht können die da noch etwas machen und nachjustieren. Wir rollen also von daheim aus los, es geht auf dem üblichen Wege am Sihlsee entlang nach Birchli und dann die Kantonsstrasse vor bis nach Biberbrugg.

Dort müssen wir uns dann ein kleine Stückchen auf der vierspurig ausgebauten Strasse entlangschlängeln, das geht aber durch den meistens sehr breiten Velostreifen ganz gut. Bei Schindellegi verlassen wir die Strasse und fahren direkt durch den Ort hindurch. Nach dem Ortsausgangsschild fällt die Strasse wieder stark ab und wir erreichen schliesslich Samstagern.

Ein paar kurze Schraubeinheiten später ist der Abstand zwischen den Bremshebeln verbessert und wir können uns wieder auf den Heimweg machen. Es geht ein Stückchen in Richtung Wollerau, bevor die Strasse dann wieder ansteigend nach oben in Richtung Schindellegi verläuft. Kurz vor dem Ortseingang trennen wir uns dann, Marina fährt wieder wie auf dem Hinweg zurück, ich möchte dagegen noch einen Abstecher über Feusisberg machen und dann noch den bissigen Etzelpass anhängen.

Zuerst kann ich nun also noch mehr oder weniger gemütlich hinüber in Richtung Feusisberg rollen, kurz vor dem Ortseingang steigt die Strasse kurzzeitig an. Durch das Bonzenkaff schlechthin (Feusisberg hat einen der niedrigsten Steuersätze der Schweiz und eine der höchsten Millionärsdichten ) fahre ich hindurch, anschliessend geht’s noch ein kurzes Stück durch den Wald und dann biegt das kleine und schmale Strässchen in Richtung Etzel auch schon rechts ab.

Ab hier ist es nun sofort vorbei mit dem dahinrollen. Mit durchschnittlich 13% geht es nun unangenehm steil hinauf. Zwar ist die Strasse meistens im Wald und damit wenigstens schattig, das ist aber auch schon das einzige positive an diesem Ding. Eine gute Viertelstunde lang (er ist wenigstens nicht allzu lang) kurbel ich mich hinauf, einen richtig runden Tritt bekomme ich aber mit meiner Übersetzung an solchen Mauern einfach nicht hin. Kurz vor der Passhöhe mustern mich noch ein paar Bauarbeiter an der Strasse etwas mitleidig, dann bin ich aber auch schon oben und sofort geht es sehr steil auf der anderen Seite wieder ein Stück hinunter bis zur Tüfelsbrugg. Über diese ist übrigens seinerzeit der Mönch Meinrad geschritten, der sich dann in Einsiedeln niedergelassen hat und dort das Kloster gründete.

Die Geschichte interessiert mich aber im Moment weniger, denn direkt nach der kleinen Fachwerkbrücke steig die Strasse nochmals etwas an und es geht hinauf auf die Höhen oberhalb des Sihlsees. Ab da sind dann aber die Anstiege für’s Erste vorbei. Ich biege hier auf die Seestrasse rund um den Sihlsee ein und pedaliere in Richtung Willerzell. Danach folge ich der Strasse weiter in Richtung Euthal, überquere das Viadukt und fahre auf der anderen Seeseite bis zur Einmündung auf die Kantonsstrasse. Dort hole ich dann sogar Marina wieder ein und wir fahren ab hier noch zusammen bis zum letzten Anstieg nach Oberiberg, wo ich dann nochmal etwas Gas gebe, um zuerst unter der Dusche zu stehen. Der Letzte muss nämlich immer die Glasscheiben der Duschkabinentüre mit dem Abzieher trocken ziehen, wegen des kalkhaltigen Wassers und ich mache das nicht gerne. Hihi…

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