Abkühlung im Kirchle und im Alploch

Im Hitzesommer 2015 zeigt das Thermometer an Falkos 30. Geburtstag leider mehr als 30° C. Bei unserem Kurztrip in den Bregenzerwald beschliessen wir spontan den Hohen Freschen sausen zu lassen. Stattdessen suchen wir in den Schluchten bei Ebnit Zuflucht vor der brütenden Hitze. Zwischen schattigen Felswänden erwarten uns spektakuläre Einblicke und kühle Aussichten.

Feste wollen gefeiert werden. Nachdem wir also am 60. Geburtstag meines Papas bei 38 °C in Heroldsbach (D) geschwitzt haben, sind wir anschliessend für eine erhoffte Abkühlung in den Bregenzerwald nach Ebnit gefahren. Und ausserdem wollen wir dort Falkos 30. Geburtstag feiern (er wünscht sich “weniger Hitze” ).

Enge Kurven und kleine Tunnel

Die Anfahrt von Dornbirn nach Ebnit führt durch die enge Schaufelschlucht  und ist wirklich spektakulär. Schon das macht die Reise lohnenswert. Die engen Kurven und kleinen Tunnel durch die steile Schlucht ist ganz speziell und wir kommen uns wie in einer fremden Welt vor, obwohl das ganze nur wenige Autominuten hinter Dornbirn liegt.

Unsere Unterkunft ist das Hotel Alpenrose und verfehlen können wir das nicht, denn eigentlich gibt es hier nur eine richtige Strasse und die führt direkt am Hotel vorbei. Der moderne Holzbau mit den grossen Fenstern und der gemütlichen Terrasse sieht einladend aus. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, gönnen wir uns deshalb erst mal einen kleinen Nachmittagssnack an einem schattigen Tisch vor dem Restaurant und geniessen die minimal geringeren Temperaturen.

Vor dem Abendessen im Hotelrestaurant raffen wir uns noch zu einem Spaziergang auf, der uns an der Heumoseralpe vorbei und durchs Kolping Feriendorf führt. In der Nähe der Brücke über den Bruderbach müssen wir unser Spaziertempo in Joggingeinheiten umwandeln, da wir sonst von den Schwärmen an Stechmücken gefressen werden würden. Sporteinheit für diesen Tag – abgehakt! Entspannt lassen wir den Tag bei einem leckeren Abendessen ausklingen – und Falko bekommt noch ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk in Form eines Gewitters, das für die ersehnte Abkühlung sorgt.

Waschküchenwetter zum Geburtstag

Am nächsten Morgen herrscht dank des nächtlichen Regens Waschküchenwetter. Viele Wolken, schwüle Hitze und die langsam durchdringende Sonne versetzen die Umgebung in einen tropenähnlichen Zustand. Beim leckeren Frühstück mit Blick zum Hohen Freschen, der unser eigentliches Tagesziel sein sollte und sich derzeit aber dezent in Wolken hüllt, krempeln wir unsere Pläne um. Anstatt schwül-sonnige Wanderwege anzusteuern verlagern wir unsere Wandertour in die Schluchten vor Ebnit.

Mit dem Auto fahren wir durch die vielen kleinen Tunnels, die in der Schaufelschlucht eng aneinander gereiht sind bis wir bei der Bushaltestelle einen Parkplatz finden. Von dort folgen wir dem kleinen Wanderweg bergauf Richtung Schmitte und Kirchle. Der Weg führt uns durch schattigen Wald und wir wissen sofort, dass unsere Planänderung die richtige Entscheidung war. Nach einigen Höhenmetern erreichen wir das Kirchle. Das Kirchle ist aber keine Kirche, sondern ein ganz spezieller Ort: verschlungen führt der Weg zwischen hohen Felswänden entlang. Die Wände sind teilweise überhängend und bis zu 70 Meter hoch. Der Schutz durch die Überhänge und die Geräumigkeit geben diesem Naturdenkmal seinen Namen. Wir sind beeindruckt.

Abkühlung im Kirchle

Hier unten profitieren wir von angenehmen Temperaturen und geniessen den Schatten und die kühle Luft. Der Wanderweg schlängelt sich weiter durch den Wald, mal hoch, mal runter, bis wir an eine Strasse gelangen. Von hier aus könnten wir hinunter in die Rappenlochschlucht laufen. Das ist uns jetzt allerdings zu weit, deshalb entschliessen wir uns über den Stafelsee und die Alplochschlucht unsere Rundwanderung zu komplettieren. Ein paar Meter müssen wir auf der wenig befahrenen Strasse laufen,  bevor wir auf dem nächsten Wanderweg wieder in den Wald abtauchen.

In wenigen Minuten steigen wir zum Staufensee ab. Am Nordende des Sees überschreiten wir ein Wehr und sind begeistert vom kleinen Wasserfall, der dort mit seiner Gischt im Sonnenlicht einen wunderschönen Regenbogen zaubert. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees laufen wir wieder Richtung Süden und damit Richtung Alplochschlucht. Am Ende des Sees erreichen wir einen Kiosk und gelangen zum Einstieg in die  Alplochschlucht.

Schmale Steige in der Alplochschlucht

Der Weg verläuft auf Holzbohlen, die in den steilen Wänden verankert sind und ist mit einem Geländer gesichert. In der schmalen Schlucht hat bieten sich uns spektakuläre Tiefblicke, wenig Sonne und angenehme Temperaturen. Perfekt, ein wunderbares Stückchen Natur! An Wochenenden ist hier sicher einiges los, da wir für unseren Besuch einen Montag gewählt haben, können wir dieses Schauspiel in aller Ruhe geniessen.

Der Weg steigt zum hinteren Ende der Schlucht immer mehr an und geht schliesslich in einen Wanderweg über, der uns wieder bis zur Strasse und zur Bushaltestelle bringt, an der wir gestartet sind. Für Geburtstage in Hitzesommern eine tolle Wanderung!

Details zur Tour

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