Ravensburger Hütte und Madlochjoch

Nach unserem missglückten Versuch gestern, wo wir mit dem Auto unverrichteter Dinge an der Schranke wieder umdrehen mussten, starten wir heute bei auch wieder eher mässigem Wetter mit leichtem Regen und Wind einen zweiten Versuch, zum Spullersee und zur Ravensburger Hütte zu gelangen. Dieses Mal (man lernt ja dazu …) wählen wir aber von vornherein den Bus und freuen uns kurz darauf beim Einsteigen, dass man auch hier nochmal pro Person 5 Euro Mautgebühr zahlen darf. Das empfinden wir als recht happig, da es sich eigentlich nur um ein ganz normales, kleines Strässchen handelt und keine besonderen Kunstbauten notwendig waren, um das Tal hinter fahren zu können. Aber sei es drum, eine halbe Stunde später steigen wir bei dichtem Nebel an der Endstation aus dem Bus aus und finden uns am kleinen Spullersee wieder.

Es ist ziemlich kühl und regnet leicht und nachdem wir festgestellt haben, dass Marinas Regenjacke doch nicht wie angenommen im Rucksack ist, macht das die Stimmung nicht gerade besser. Aber nach einer Weile Bewegung geht es dann trotzdem ganz gut, es ist etwas wärmer geworden und wir nähern uns auch langsam dem hinteren Ende des Stausees. Hier zweigt dann der Weg in Richtung Ravensburger Hütte ab, einer grösseren Alpenvereins-Hütte. Wir folgen dem Weg noch für rund zehn Minuten, bis wir die Hütte erreichen und hier eine Pause machen und uns in die warme Stube setzen.

Nach einem Apfelstrudel beziehungsweise einer leckeren Käseplatte ziehen wir weiter. Wir haben uns entschlossen, nicht wieder zurück zu gehen, sondern via Madlochjoch und Stierlochalp direkt zu Fuss nach Lech zurück zu laufen. Also folgen wir dem gut markierten Wanderweg in Richtung Madlochjoch, welches wir nach wenigen Minuten erreicht haben. Dann folgt ein längerer Abstieg über breite Alpwege hinunter zur Stierlochalp, wo es aus allen Richtungen bimmelt und der ganze Talkessel voll ist mit Kühen. Taugt mir natürlich nicht soo wahnsinnig, aber da es keine Mutterkühe sind, setzen wir unseren Weg fort. Im Grossen und Ganzen interessiert das auch keines der Viecher, nur eine trabt laut muhend immer leicht schräg zu unserer Laufrichtung und scheint sehr genau den Punkt des Zusammentreffens berechnet zu haben. Natürlich bleibt sie dann auch genau mitten auf dem Weg stehen und wir müssen uns an ihr vorbei zwängen. Leicht genervt können wir aber bald darauf die Weide hinter uns lassen (übrigens auch so ein Fall von “Weide umgehen funktioniert nicht”, da einfach der gesamte, nicht gerade kleine Talkessel die Weide ist, abgeschlossen durch Bergketten und Felswände).

Nun folgt noch ein entspannter Teil an einem Bach hinunter bis ins Tal, unter anderem an einem kleinen Wasserfall vorbei, wo wir den Talboden kurz vor Zug (nein, nicht das Zug in der Schweiz) wieder erreichen. Ab hier müssen wir noch auf einem Spazierweg rund eine halbe Stunde bis nach Lech laufen, wo wir dann in einem Café bei einem kleinen Gebäck den Tag ausklingen lassen und uns dann zurück in unsere Ferienwohnung begeben.

Details zur Tour

, , , , , , , ,
Vorheriger Beitrag
Ein gemütlicher Wandertag am Rüfikopf
Nächster Beitrag
Hoch über der Atlantik-Küste auf den Sjurvarden

Ein gemütlicher Wandertag am Rüfikopf

Nach unserer Wanderung gestern über das Karhorn machen wir heute eine kleinere Tour direkt von Lech aus auf den Rüfikopf. Nach einem missglückten Eis-Ess-Versuch fahren wir ganz entspannt wieder mit der Seilbahn hinunter.

Weiterlesen

Hoch und wieder runter im Verzascatal

Durch die Magadino-Ebene fahren wir nach Gordola, wo unser Anstieg ins Verzascatal beginnt. Während viele Touristen und Tessiner das kalte Nass der Verzasca geniessen, treten wir in die Pedale, bis es in Sonogno am Talende nicht mehr weiter geht.

Weiterlesen
Menü