Gipslöcher am Kriegerhorn

Heute haben wir eine nicht allzu grosse Tour geplant. Mit dem Bus fahren wir direkt von unserer Ferienwohnung ab, durch Lech hindurch und bis zum Ortsteil Zug. Dort steigen wir nahe der Seilbahn, die zur Palmenalpe hinauf führt, aus. Die Bahn ist nur im Winter in Betrieb und somit ist hier nicht all zu viel los. Immer unter dem Liftseil querend schlängelt sich der Weg hinauf zur Bergstation.

Oben angekommen geniessen wir die Aussicht und freuen uns, dass hier wirklich nicht so viel los ist, wie in anderen Ecken von Lech und Umgebung. Ein paar Minuten Fussmarsch stehen noch an, bevor wir den eigentlichen Gipfel des Kriegerhorns erreichen – dann sind wir ganz oben. Eher ein Grashügel als ein spektakulärer Gipfel – aber trotzdem schön.

Über einen kleinen, kaum sichtbaren Trampelpfad steigen wir wieder Richtung Wanderweg ab und laufen nun Richtung Gipslöcher. Das Gebiet mit rund 1000 Dolinen steht unter Naturschutz und ist in ganz Europa etwas Besonderes. Ein Krater ist über 100 Meter breit und bis zu 35 Meter tief. Auch viele Orchideen sollen hier aufgrund des speziellen Untergrunds wachsen – rund 20 Arten. Da die Blütezeit aber schon vorbei ist, sehen wir auf Anhieb leider keine. Trotzdem gefällt uns die Gegen mit den vielen Kratern und Löchern sehr gut.

Vorbei an der Kriegeralpe steigen wir nach Oberlech ab, abwechseln über Wanderwege und kleine Fahrstrassen. Wir geniessen die Aussichten und schönen Wege, bevor wir dann wieder fast genau gegenüber unserer Ferienwohnung das Tal erreichen.

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