Hausberg-Skitour auf den Roggenstock

Schnee

Einer der Gründe, warum wir im Hoch-Ybrig leben, ist die Spontanität, mit der wir uns für eine kleine Skitour auf den Roggenstock, unseren Hausberg, entscheiden können.

Spontane Planänderung

Ursprünglich hatten wir für heute eine etwas längere Skitour auf den Schilt in den Glarner Alpen geplant. Das wäre uns dann aber zeitlich etwas zu eng geworden. Ausserdem hatten wir auch noch diverse alltägliche Dinge wie Einkaufen zu erledigen.

Und so haben wir uns dafür entschieden, stattdessen nicht ganz so früh aufzustehen (das spielte natürlich nur eine untergeordnete Rolle bei der Entscheidungsfindung…). Dafür wollen wir lieber unserem Hausberg, dem Roggenstock, einen Besuch abstatten. Nach dem Frühstück brechen wir also mit geschulterten Ski auf und machen uns auf den Weg zum Parkplatz am Skilift. Hier ist schon jede Menge los. Familien machen sich fertig für einen Skitag am Roggenlift und auf der Piste wird gerade die Markierung für das samstägliche Abfahrtsrennen der Ski-Pimpfe vorbereitet.

Entspannter Aufstieg ohne Spurarbeit

Wir steigen am Anfang entlang der Piste auf und erreichen so bald das ruhigere Gelände ausserhalb des Pistenrummels. Spuren müssen wir nicht, das haben schon andere gestern für uns erledigt. Am Roggenstock muss man sich aber ohnehin beeilen, wenn man mal der erste nach Neuschneefällen sein möchte. Und selbst obwohl wir direkt daneben wohnen, habe ich es schon häufig erlebt, dass beim bescheidensten Wetter dann doch noch jemand vor mir die Idee hatte, dort hinaufzusteigen. Aber es ist ja für uns auch völlig egal, es gibt auf jeden Fall noch mehr als genügend Platz für eigene Spuren in der Abfahrt. Und der Schnee lässt jetzt bereits Vorfreude aufkommen.

Wir steigen über die übliche Route via Jäntli auf und überholen noch eine Schneeschuh-Läuferin. Sonst ist es aber noch recht ruhig, nur wenige sind bisher hier unterwegs. Nach der wie immer etwas ruppigen Steilstufe nehmen wir die letzten Höhenmeter bis zum Skidepot in Angriff, wo Marina ihre Ski deponiert. Ich nehme die Bretter noch bis zum Gipfel mit hinauf und gemeinsam steigen wir zu Fuss die letzten Meter hoch. Auf dem Roggenstock werden wir vom Föhnwind begrüsst, der uns offenbar heute und morgen mal wieder einen Besuch abstatten will.

Bindungsprobleme und ab in den Powder

Wir essen unsere Verpflegung, geniessen ein wenig die schöne Rundumsicht (das ist ja zumindest immer das Schöne an Föhnwetterlagen, die Fernsicht ist überragend) und machen uns dann bereit für die Abfahrt. Marina steigt zu Fuss wieder retour zu ihren Ski, ich steige oben am Gipfel in die Bindung und dann rutsche ich hinunter bis zum Skidepot. Ich frage mich immer wieder, ob es überhaupt Sinn macht, mit Ski bis zum Gipfel zu gehen, denn eigentlich zerstört man nur ein paar Büsche und der Fahrgenuss hält sich auch tendenziell in Grenzen…

Marina hat mal wieder Freude mit ihrer Skibindung. Als wir dieses Problem dann aber endlich gelöst haben, können wir den tollen Powder hinunter stieben. Viel zu schnell sind wir wieder unten. Die letzten Meter fahren wir über die stellenweise schon braun werdende Skipiste hinab bis nach Oberiberg und laufen in wenigen Minuten wieder zurück bis nach Hause.

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