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Camping Morteratsch – Naturnähe im Bernina-Gebiet

Lage und Areal

Wir sind der Meinung, dass es gegenüber dem Camping Morteratsch kaum einen schöneren Campingplatz gibt, was die Lage anbelangt. Wenige Kilometer vor dem Berninapass auf rund 1800 m Höhe gelegen, ist der ****-Camping immer wieder Ziel unserer längeren oder kürzeren Reisen und Aufenthalte geworden. Der Fluss Ova da Bernina fliesst nur wenige Meter neben dem Camping entlang, im Campingbereich selber gibt es diverse kleinere Mini-Flüsschen, die sich ihren Weg durch das Areal suchen. Eigentlich ideal für Kinder und Familien, ebenso wie für Menschen, die einen kühlen Platz für ihre Rivella-Flasche suchen.

Es gibt verschiedene Plätze für alle Arten von mobilen Unterkünften, vom Palast mit eigenem Vorgarten und weiss getünchten Fenstern im monumentalen Vor”zelt” (jede Wette, dass die Deutschen prozentual gesehen den grössten Anteil der Besitzer ausmachen?) bis hin zum Ein-Mann-Zelt: die Vielfalt ist gross und jeder sollte etwas finden, was seinem Geschmack entspricht. Unserer Meinung nach sehr zu empfehlen sind die Zeltplätze auf den kleinen Inseln, die sich ungefähr in der Mitte des Areals finden und die von den kleinen Flüssen umrandet sind. Sie sind alle über kleine Stege zu erreichen und bieten richtig angenehme Stellplätze mit einer gewissen Abschirmung vor den Nachbarn, da sich hier viel natürlicher Bewuchs in Form von Bäumen und Büschen findet. Auch sind die Anzahl Stellplätze sowie der Abstand zum nächsten Platz wirklich angenehm und man muss nicht befürchten, sich beim Herauskriechen aus dem eigenen Zelt mit einem Ohr in der Zeltschnur des Nachbarn zu verstricken.

Praktisch ist auch noch die gute Anbindung an den ÖV – neben einer Bushaltestelle wenige hundert Meter vom Platz entfernt ist auch der Bahnhof und das Restaurant Morteratsch in rund 15 Minuten Fussmarsch zur erreichen.

Sanitäranlagen

Es gibt insgesamt drei Sanitärgebäude auf dem Camping Morteratsch. Eines entspricht eher der Kategorie “Alte Gartenlaube”, die beiden anderen sind aber modern und gut ausgestattet. Das Hauptgebäude am Eingang des Platzes ist ohnehin relativ neu und auch über die Sauberkeit kann man nicht meckern, zumindest was die Reinigung und Pflege durch das Personal anbelangt. Das es Schweine gibt, die es nicht fertig bringen, in (und nicht neben) ein Loch von ~30 cm Durchmesser zu kacken, ist eine andere Geschichte, da kann der Campingplatz nichts dafür.

Sehr angenehm: es gibt ausreichend Toiletten (Warteschlangen sollten also eher selten sein) und auch die Duschen sind in ausreichender Anzahl vorhanden. Angenehm ist auch, dass man für die Duschen nicht noch extra bezahlen muss, das ist im Preis grundsätzlich inklusive.

Ausstattung

Der Camping Morteratsch bietet neben jeder Menge relativ ursprünglicher Natur einen kleinen Laden, der das Nötigste im Sortimen hat und wo man morgens frische Brötli oder Brot kaufen kann. Ausserdem steht für alle Gäste ein Aufenthaltsraum mit Kochecke, Fernseher und kostenlosem WLAN zur Verfügung, in dem man es auch durchaus mal ein paar Regenstunden aushalten kann. Beim WLAN gilt natürlich wie immer: wenn einige Schlauberger darüber ein paar Gigabyte an Filmen herunterladen, haben alle anderen Nutzer auch etwas davon, nämlich ausreichend Zeit zum Nachdenken, warum die Verbindung wohl so langsam ist.

Ein Spielplatz für Kinder, Vermietung von diversen Sportgeräten (Velos, für das faule Volk auch mit E-Motor) und die übliche Ausstattung für Caravans (Wasserversorgung, etc.) sind ein weiteres Plus, ebenso ist es möglich, Wohnwägen und kleine Holzhütten zu mieten, wenn man ein festes Dach über dem Kopf haben möchte.

Was kann man unternehmen?

So ziemlich alles – wer es aus dieser Gegend nicht fertig bringt, etwas Schönes zu unternehmen, dem ist wohl nicht zu helfen. Es gibt einige kleinere Klettergärten in der Nähe, Klettersteige und natürlich die hohen Berge direkt vor dem Platz: vom Piz Cambrena über den Piz Palü, Bellavista, Crast d’Agüzza, Piz Bernina mit dem markanten Biancograt, Piz Morteratsch und Piz Tschierva gibt es genügend Möglichkeiten für spannende Hochtouren in allen Schwierigkeitsgraden. Wenn man damit fertig ist, kann man im benachbarten Val Roseg gerade weitermachen und den Piz Scersen, Piz Roseg und La Sella einen Besuch abstatten. In den etwas tieferen Lagen gibt es jede Menge Wandermöglichkeiten (auch zu den Hütten), allerdings muss man wissen, dass es im Engadin einen unglaublichen Haufen an Mutterkuhweiden gibt – eine gute Übersicht gibt diese interaktive Karte.

Hat man alles zu Fuss erledigt, geht es mit dem Velo weiter: auch hier hat man eine grosse Auswahl an Routen, die man mit dem Mountainbike abgrasen kann. Auch mit dem Rennrad hat man viele verschiedene Varianten, die man fahren kann – von flach bis steil ist alles dabei. Neben dem gesamten Inntal kann man verschiedene Pässe in Angriff nehmen, Berninapass, Julierpass, Flüelapass, Albulapass, via Livigno eine schöne Runde und für den Ruhetag kann man dann den Malojapass von der Engadiner Seite aus in Angriff nehmen.

Wie man sieht, die Möglichkeiten sind vielfältig, im Winter gibt es natürlich jede Menge Skizirkus und auch für Skitouren sind genügend Ziele vorhanden. Zudem ist das Gebiet rund um Pontresina wohl eines der bekanntesten und wohl auch schönsten zum Langlaufen und Skaten.

Empfehlung

Es gibt in unseren Augen kaum einen schöneren Campingplatz als den Camping Morteratsch – wenn man in Kauf nehmen kann, dass es auch im Hochsommer morgens und abends mal empfindlich kalt werden kann. Speziell im Zelt sollte eine dicke (Daunen-)Jacke immer mit im Gepäck sein, sonst kann es schnell mal ungemütlich werden.

In der Kombination Lage, Ausstattung und Freizeitmöglichkeiten können wir diesen Platz wirklich uneingeschränkt empfehlen.

Unterkunftdetails

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Aus dem Puschlav über den Berninapass

Mit dem Zug geht es ab Morteratsch ins Puschlav, von wo aus ich mit dem Rennrad den Berninapass in Angriff nehme. Bei regnerischem und windigem Wetter geht es die rund 1300 Höhenmeter hinauf auf die Passhöhe und von dort aus schnellstmöglich zur warmen Dusche auf dem Campingplatz.

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