Trailrunning am Dreiländerstein

Aktivitäten, Trailrunning

Um unseren Beinen zwischendurch eine andere Belastung als Velofahren zuzumuten, beschliessen wir heute mal wieder Laufen zu gehen. Damit das Ganze aber nicht zu langweilig wird, planen wir noch ein paar Höhenmeter mit ein.

Mit gepackten Lauf-Rucksäcken tuckern wir am Sihlsee entlang nach Biberbrugg und biegen dann Richtung Raten ab. Kurz nach dem Abzweig parkieren wir direkt am Waldrand und schon kann’s losgehen. Zum Glück tauchen wir gleich in den schattigen Wald ein, denn die Sonne knallt schon ganz schön, obwohl es noch Vormittag ist.

Wir laufen die kleine Forststrasse, die wir neben einem Ehepaar, welches wir gleich zu Beginn überholen, und einer Reiterin, deren Pferd sich immer wieder lautstark bemerkbar macht, für uns alleine habe. Meter für Meter kommen wir so stetig höher. Die Strasse hat eine angenehme Steigung und sogar ich kann hier ganz gut joggen, ohne Gehpausen einlegen zu müssen – so macht das doch mal Spass.

Beim Punkt 1008 lassen wir den Abzweig rechts liegen und folgen weiter unserem kleinen Strässchen. 160 Höhenmeter haben wir bis hier hin schon geschafft. Während ich versuche möglichst gleichmässig zu atmen und im richtigen Rhythmus zu laufen ist Falko eigentlich mehr mit Faxen machen beschäftigt. Es seien hier nur Aktionen genannt, wie mir Grimassen schneiden oder “grazil” neben mir her springen. Er hat auf jeden Fall sichtlich mehr Luft und noch genügend Energie, um mich zum Lachen zu bringen. Vorsicht, das bringt meinen Lauf-Atem-Rhythmus durcheinander!

Nach weiteren 120 Höhenmetern haben wir eine kurze Verschnaufpause. Bevor es nach der Strassensperre wieder den Wanderweg hinauf geht, führt die Strasse ein ganz kurzes Stück flach bzw. leicht bergab – was für eine Erholung. Dafür geht es anschliessenden aber etwas steiler weiter. Hier überlässt mich Falko “meinem Schicksal” und läuft bis zum Rücken hinauf sein eigenes Tempo. Schnell reisst eine Lücke zwischen uns beiden auf. Ich versuche aber gleichmässig mein Tempo weiterzulaufen, um zwischendurch nicht einzuknicken – klappt ganz gut. Wie man bei den Bildern sieht, werde ich aber auch hier mit lustigen Zwischenfällen bei Laune gehalten (was sich hier im Wald so alles rumtreibt).

Am Dreiländerstein, der – ganz unauffällig und unspektakulär – den Punkt markiert, an dem die Kantone Zürich, Zug und Schwyz zusammen treffen – treffen wir auch wir wieder aufeinander. Ein letzter kurzer Anstieg führt uns zur Wildspitz hinauf – mit 1204 m ü. M. der höchste Punkt in unserer Runde. Auf dem Rücken zwischen Biberbrugg und Schindellegi überqueren wir noch die Ängihöchi und laufen am Schluss das Fuseli hinunter, bis wir wieder auf ein Forststrässchen gelangen. Links würde es direkt nach Chaltenboden und Schindellegi gehen. Wir halten uns aber nach rechts und joggen einen leichten Anstieg hinauf. Den ersten Abzweig, der direkt nach Biberbrugg hinunter führen würde, lassen wir links liegen. Erst beim Punkt 966 biegen wir wieder auf einen kleinen Wanderweg, der uns Richtung “Tal” bringt.

Ein paar Minuten später erreichen wir die offene Hochmoorfläche Witi, an deren Rand der Wanderweg Richtung Ausgangspunkt entlang führt. Noch ein kurzes Waldstück müssen wir durchqueren, bevor wir wieder an unserem Ausgangspunkt stehen. Mit 8 Kilometern Distanz und ca. 450 Höhenmetern ein schöner Trailrun für einen heissen, sonnigen Vormittag.

Details zur Tour

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